Rettung aus Keller erfordert Kraft und Kondition
ÜBUNG Bergedorfer und Dingsteder Feuerwehrleute trainieren gemeinsam
Kraftakt: Nach der Suche mussten die „geretteten“ Personen aus dem Keller getragen werden. BILD KOLLOGE 
KK
STEINKIMMEN - „Null Sicht“ herrschte am Donnerstagabend im Keller des Jugendhofs Steinkimmen. Stockdunkel war’s, obendrein stark verqualmt. – Schwierige Bedingungen also für die Übung, die dort stattfand: Insgesamt etwa 30 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bergedorf und der befreundeten Wehr aus Dingstede probten hier den Einsatz von Atemschutzgeräten unter realistischen Bedingungen.
Heino Stöver von der Ortswehr aus Bergedorf hatte die Übung ausgearbeitet. Die Annahme: Bei einem Kellerbrand wurden fünf Personen vermisst. Die galt es zu suchen.
Für die sechs Trupps von Atemschutzgeräteträgern, die in den Keller vordrangen, war das „mit einer starken körperlichen Belastung“ verbunden, sagte Jens Schröder, stellvertretender Ortsbrandmeister in Bergedorf. Da waren nicht nur die 70 bis 100 Kilogramm schweren „Opfer“ zu tragen, sondern auch das 18 Kilo schwere Gerät. „Etwa 30 Minuten“ seien die Atemschutzgeräte einsatzbereit, erläuterte Schröder.
Bei der Suche nach den „Opfern“ setzten die je zur Hälfte aus Bergedorf und aus Dingstede stammenden Trupps eine Wärmebildkamera ein, die von den Gästen aus Dingstede mitgebracht worden war. Andere Feuerwehrleute leuchteten das Gelände aus und sorgten für die Löschwasserversorgung.
Am Ende war Schröder mit den Leistungen recht zufrieden. „Wichtige Erfahrungen“ könnten hier gesammelt werden. Für Atemschutzgeräteträger sei es Pflicht, einmal jährlich eine solche Übung zu absolvieren.
Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg
Lesen Sie den Artikel nach unter: NWZonline vom 05.12.2009 |
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